Die alte Präsidentin ist auch die neue

Inner Wheel Präsidentin Hiltrud Tillmann zieht positives Resümee trotz Pandemiejahr

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Unterstützt von ihrer neuen „Vize“ Sabine Deichelmann (r.), freut sich die alte und neue Inner Wheel - Präsidentin Hiltrud Tillmann, ein an Aktivitäten hoffentlich reicheres Clubjahr
gestalten zu können.

„Neue Wege entstehen, indem wir sie gehen!“ Wie sehr dieses Motto sich bewahrheiten würde, ahnte Hiltrud Tillmann noch nicht, als sie im Juni vergangenen Jahres turnusgemäß von Dr. Christiane Kuckatz das Amt der Präsidentin beim Inner Wheel Club Worms übernahm. Schon damals hatte Corona das Clubleben gelähmt, doch das Übergabemeeting konnte in fröhlicher Gemeinschaft stattfinden. Hoffnungsvoll wurden Pläne geschmiedet für ein neues, aktives Clubjahr mit abwechslungsreichem Kulturprogramm und verschiedenen Benefizveranstaltungen. „Leider musste sich das Clubleben bald wieder dem Pandemiemodus unterordnen“, bedauert Hiltrud Tillmann beim diesjährigen Übergabemeeting im „Alten Ruderhaus“ in Worms. „Wir mussten lange zehren von dem letzten schönen Gemeinschaftserlebnis, der Stadtführung „Worms mit anderen Augen“, zu Beginn des Clubjahres, blickt Tillmann zurück auf ihr Präsidentinnenjahr. Denn dann hieß es - gemäß ihrem Motto - neue Wege zu gehen, um das Clubleben und die Gemeinschaft während des Lockdowns zusammenzuhalten. „Zoommeeting“ hieß der neue Weg, den Clubfreundin Nicole Schäfer dankenswerterweise bereitete und den viele Freundinnen gerne mitgingen.

Auf diese Weise ließ sich der Cluballtag trotz Pandemie bestreiten und damit auch interessante Vorträge. Über den Alltag und die Arbeit im Frauenhaus berichteten Andrea Rössler und Wilma Ströning vom gleichnamigen Förderverein. Welcher Belastung ein Kind ausgesetzt ist, das durch ein Gewaltdelikt ein Familienmitglied oder guten Freund verliert, machte Dipl. Psychologin Anika Hapke vom Kinderschutzdienst des ASB beispielhaft in einem Vortrag deutlich.

Denn neben der Förderung der Kultur gilt das Engagement der Inner Wheel Frauen vor allem sozialen Projekten, insbesondere für Kinder. Und so war es Hiltrud Tillmann rückblickend eine ganz besondere Freude, dass viele wohlwollende Sponsoren das soziale Engagement der Inner Wheel Frauen unterstützt und den Einnahmeausfall durch Benefizveranstaltungen und des sonst traditionellen Adventskranzverkaufs auf dem Weihnachtsmarkt mit großzügigen Spenden wettgemacht haben. Als großer Erfolg konnte auch in diesem Inner Wheel - Jahr wieder die traditionelle Aktion „Lichterbaum der Hoffnung“ unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Adolf Kessel verbucht werden, erinnert Hiltrud Tillmann. Die in Farbe und Material edel gestaltete Karte  „Die Hl. Drei Könige“ von Klaus Krier sei innerhalb weniger Tage ausverkauft gewesen. Sowohl Klaus Krier, als auch allen anderen Spendern zollte Hiltrud Tillmann noch einmal ausdrücklichen Dank für die großzügige Unterstützung der Clubaktionen, die letztlich, neben diversen kleineren Spenden, jeweils vierstellige beachtliche Geldbeträge an den „Kinderschutzbund des ASB“, den „Förderverein Frauenhaus Worms e.V.“ und an die „Interventionsstelle gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ ermöglicht hatten.

Mit der finanziellen Unterstützung eines Schulhausbaus in Madagaskar durch direkte Kontakte von Präsidentin Hiltrud Tillmann, findet auch ein internationales Projekt anerkennende Förderung.

Darüber hinaus hatten auch einige Freundinnen wieder zahlreiche Weihnachtspäckchen gepackt, die traditionell über Diakonie und Caritas an bedürftige Menschen verteilt werden.

Mit einer gelben Rose dankte Hiltrud Tillmann den Clubfreundinnen herzlich für das große Engagement in schwieriger Zeit -  insbesondere Clubsekretärin Sabine Deichelmann mit einem Rosenstrauß – dass das Clubleben trotz aller Widrigkeiten lebendig gehalten werden konnte – eben auf neuen Wegen. Offensichtlich ließen sich diese neuen Wege so gut beschreiten, dass Hiltrud Tillmann sich bereit erklärt hat, noch ein weiteres Jahr als Präsidentin dranzuhängen, wobei sie auf die bewährte Unterstützung von Sabine Deichelmann zählen kann, die ihr im neuen Inner Wheel - Jahr als „Vize“ zur Seite stehen wird. Was das Programm angehe, sei es ihr nicht bange, freute sie sich angesichts der abwechslungsreichen, von den Freundinnen zusammengetragenen Vorschläge zu Kunst, Kultur und gesellschaftsrelevanten Themen und dankte für die Unterstützung. „Du hattest von uns allen das schwierigste Präsidentinnenjahr. Dass du noch ein weiteres anhängen möchtest, verdient vor allem Dank und Respekt unsererseits“, zollten die Clubfreundinnen ihrer alten und neuen Präsidentin ihre Anerkennung mit einem bunten Blumenstrauß. Nach den Regularien genossen die Clubfreundinnen nach langem Lockdown sichtlich das fröhliche Beisammensein im  „Alten Ruderhaus“ bis in den späten Abend.

Fotos und Text: Heidi Lammeyer