Wormser Service-Clubs helfen Karmeliter-Grundschülern

 

Erste gemeinsame Veranstaltung der Service-Clubs           

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Sechs Serviceclubs haben zugunsten der Wormser Grundschule die Gunter-Heiland-Hommage „Die Wormser Republik” veranstaltet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Sechs Wormser Serviceclubs, drei Künstler und ein Ziel: mit einer Veranstaltung Geld für den Stillen Unterstützungsfonds der Stadt zu erwirtschaften. Und das ist den Initiatoren gelungen. Mit dem Programm „Die Wormser Republik” , das im September dreimal aufgeführt wurde, konnte ein Erlös von rund 12.000 Euro erzielt werden. Eine gute Nachricht, die pünktlich zu Weihnachten genau richtig kommt. Das Geld soll einem bestimmten Projekt des Unterstützungsfonds zugutekommen, der Ganztagsbetreuung von Karmeliter-Grundschülern. Die Kinder werden dabei bis in den Nachmittag hinein pädagogisch betreut, vom Mittagessen bis zur Hausaufgabenhilfe.
„Wir arbeiten alle für soziale Projekte”, sagt Heidi Lammeyer. „Wir”, damit meint die Pfeddersheimerin die Serviceclubs Kiwanis, Lions, Rotary Worms, Rotary Worms-Nibelungen, Soroptimist und den Inner Wheel Club, in dem sie aktiv ist. Das „Wir” bezieht in diesem besonderen Fall vor allem auch Rezitator Karl-Heinz Deichelmann sowie die beiden Musiker Gary Fuhrmann und Paul Streich mit ein. Sie alle zogen an einem Strang, damit „Die Wormser Republik” ein Erfolg wird. Denn diese kleine Programmreihe war nicht „nur” eine Benefiz-Veranstaltung, sondern auch eine Hommage an Gunter Heiland, den langjährigen und überaus beliebten Kulturdezernenten der Stadt, der 2018 verstarb.
„Die Wormser Republik”, das ist der Titel eines Gedichts von Heiland, der der Schöpfer hochwertiger Literatur war. Deichelmann trug im gleichnamigen Programm Texte, Geschichten und Gedichte Heilands vor, Fuhrmann und Streich setzten dazu die passenden musikalischen Akzente. Alle drei Vorstellungen im Wormser waren ausverkauft, die Besucher begeistert. „Wir tun etwas Gutes, und die Leute haben Freude daran”, ist Meinrad Vierling (Rotary Club Worms) mehr als zufrieden damit, dass es den Serviceclubs und dem Trio Deichelmann, Fuhrmann und Streich nicht nur gelungen ist, durch den Eintrittspreis Geld für den guten Zweck zu erlösen, sondern auch, dass man es geschafft hat, ein Programm zusammenzustellen, dass den Zuschauern in Erinnerung bleibt – als ein kulturelles Highlight in diesem Jahr.
Karl-Heinz Deichelmann, der mit seiner Rezitationskunst und seiner Vorarbeit maßgeblich zum Erfolg der drei Heiland-Veranstaltungen beigetragen hat, freut sich über die 12.000 Euro, die zusammengekommen sind. Gut zwei Jahre Vorlaufzeit habe das Projekt gehabt. Premiere sollte bereits im Februar dieses Jahres sein, aber wegen Corona mussten die Vorstellungen dann doch verschoben werden. In diesem Zusammenhang lobt Deichelmann besonders „die sehr intensive Zusammenarbeit” mit und von den Serviceclubs. Eine Selbstverständlichkeit war das nicht. Denn „Die Wormser Republik” war das erste gemeinsame Projekt der sechs Clubs. Allen war klar: Es wird nur weitere Projekte geben, wenn das Erstlingswerk ein Erfolg wird.
Der Anfang ist nun gemacht. Weitere Projekte können kommen. Vielleicht nicht schon morgen oder in einem Monat, aber auf Sicht bestimmt. „Die sechs Serviceclubs haben Potenzial. Alle können etwas bewegen”, findet Vierling. Gunter Heiland, der einst auch Deichelmanns und Vierlings Lehrer war und sich zusammen mit Heidi Lammeyer für die Kultur in der Stadt einsetzte, hat sie alle vereint – zum Wohl der Karmeliter-Grundschüler, für deren Ganztagsbetreuung zu Weihnachten 12.000 Euro unter dem Tannenbaum liegen.

Wormser Zeitung 23.12.2022